Thayngen
Weinmanufaktur
Konzept
Wettbewerb
Produktion, Lager & Verkauf
3693 m2
18166 m3
6710 m2
1. Platz
2014
Generationenwechsel im Traditionsbetrieb
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, lancieren die Winzer einen Architekturwettbewerb um die, bis anhin im Dorf verteilten Produktions-, Verkaufs- und Lagerorte in einem Neubau zusammenzufügen.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, lancieren die Winzer einen Architekturwettbewerb um die, bis anhin im Dorf verteilten Produktions-, Verkaufs- und Lagerorte in einem Neubau zusammenzufügen.
Die Weinmanufaktur Stamm ist über Jahre gewachsen. Aus der kleinen Kellerei ist ein angesehenes Unternehmen mit einem qualitativ hochstehenden, in der Region verankerten, Produkt geworden. Dieses kontinuierliche Wachstum zeigt sich auch in der Verteilung der unterschiedlichen Bereiche, von der Bewirtschaftung der Reben über die Produktion bis hin zum Verkauf, über Thayngen hinaus bis nach Schaffhausen.
Offensichtlich ist eine solche Verteilung, wirtschaftlich gesehen, wenig sinnvoll. Wir sind jedoch überzeugt, dass als Spur der Geschichte von Weinstamm diese gewachsene Struktur Bestandteil und damit auch prägend für den Wein sein kann. Das Projekt führt die einzelnen Bereiche von Weinstamm zusammen, belässt gleichwohl Struktur und Lesbarkeit und zieht damit nicht, einem Neuanfang gleich, einen Schnitt sondern führt die Geschichte selbstbewusst weiter um mit der neuen Manufaktur den Grundstein für die nächste Generation zu legen.
Gelegen in der peripheren Industrie und doch umgeben von Natur ordnet sich das Projekt in seiner Volumetrie und Setzung zur Industrie, spielt mit der schlichten Eleganz seiner Grösse und zeigt sich als schützender Wall um einen kostbaren Kern. Folgt man der öffnenden Geste, entsteht ein Eintauchen und Ausblenden. Der Garten, behütet und fruchtbar, bildet Kern und Zentrum. Um Ihn ordnen sich die Teilbereiche, streng Ihrer Funktion folgend, an.