Schaffhausen
Familienzentrum
Umbau
Direktauftrag / Einladungsverfahren
515 m2 / 731 m2
2017
2026
Das Kirchhofschulhaus mitten in der Altstadt von Schaffhausen bietet einen zentralen Ort für Kinder, Jugendliche, Familien im Kanton Schaffhausen. Mit Ursprüngen aus Initiative der Quartierentwicklung als städtische Stelle konnte sich das Familienzentrum über die vergangenen 9 Jahre hinweg etablieren.
Im Rahmen der Umbauetappe 2, einhergehend mit dem Einzug weiterer Mieter und der Erweiterung des Angebots an Anlaufstellen folgte 2026 auch die innenarchitektonische Überarbeitung mit Fokus auf Hindernisfreiheit und der technisch-baulichen Erneuerung der Räume.
Im Rahmen der Umbauetappe 2, einhergehend mit dem Einzug weiterer Mieter und der Erweiterung des Angebots an Anlaufstellen folgte 2026 auch die innenarchitektonische Überarbeitung mit Fokus auf Hindernisfreiheit und der technisch-baulichen Erneuerung der Räume.
Das klar gesteckte Kostenziel bietet Anlass, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Vielfalt an Angeboten umfasst neben Beratung und Bistro auch Spielmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen, die durch das Konzept niedrigschwellig zur Verfügung gestellt werden. Es wurden für entsprechende Elemente gemeinsam mit Nutzern und Unternehmern spezifische Lösungen entwickelt, deren einfache, aber hochwertige Machart dem Ort einen authentischen Charakter verleiht. Familien werden so nicht in die „Brocki-Ecke“ gestellt, sondern mit funktionaler, zeitgemässer Innenarchitektur und einem neutralen Ort für die Familienkultur von Schaffhausen wertgeschätzt.
Ein zentraler Bestandteil der zweiten Etappe war die vollständige Hindernisfreiheit des Gebäudes. Bestehende Schwellen wurden abgesenkt und ein neuer Lift eingebaut, der das Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss erschließt. Im Erdgeschoss wurden die bestehenden Räume des Familienzentrums um eine hindernisfreie Nasszelle ergänzt, weitere bestehende Nasszellen im Gebäude wurden saniert. Es erfolgte eine umfassende technische und bauliche Erneuerung, welche tiefgreifende Eingriffe in die Gebäudesubstanz, insbesondere bei Gebäudeinstallationen, Beleuchtung und Brandschutz beinhaltete, die Hausinstallationen vollständig erneuert und die Voraussetzungen für einen möglichen späteren Heizungsersatz geschaffen.
In der zweiten Etappe wurde die bestehende gestalterische Sprache aufgenommen, das in der ersten Etappe entwickelte Farbkonzept bewusst weitergeführt und zu einem einheitlichen Gesamtkonzept weiterentwickelt. Gleichzeitig wurde das räumliche Angebot erweitert und weitere Angebote ergänzen das bereits bestehende Zentrum. Im Gebäude arbeiten verschiedene Akteure: Vereine, städtische Initiativen und weitere Dienstleister. Ziel war es, diese Vielfalt nicht als Ansammlung einzelner Einheiten, sondern als zusammengehöriges Angebot wahrnehmbar zu machen. Die Gestaltung übernimmt dabei eine Art „Corporate Architecture“: Das Haus wird als einheitliches Service- und Kompetenzzentrum für Familien, Kinder und Jugendliche verstanden.